FREMO H0-RE Rodgau-Dudenhofen 2026 Meet: Exclusively Bundesbahn

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It was Whitsunday weekend, and the H0-RE (Regelspur Europa, Standard Gauge Europe) group held their annual meet in Rodgau-Dudenhof, about half an hour’s drive from my place. I joined the Sunday operating session, where most participants came from HEB Hobbyeisenbahner 1983 e.V. together with several individual H0 modellers.

What immediately stood out was just how experienced the group was. The level of detail, authenticity, and creativity in the modules was consistently high, but more importantly, the operation itself felt very much like real Bundesbahn traffic from the 1980s (Era IV). You could tell these were operators who knew exactly how to run a railway rather than simply move trains around.

One operational feature I keep encountering at H0 meets is the star-classified timetable system, and Rodgau used the same approach. Duties are divided from 1-star (easy) up to 3-star (difficult). A typical 1-star job usually means taking a passenger or unit train from point A to point B with little or no shunting involved. A 3-star duty is a completely different experience: wagon deliveries and pickups, independent shunting, and planning your moves while keeping an eye on approaching or departing trains. The real challenge comes from having to think ahead under time pressure.

For the afternoon session I was handed a 1-star timetable, while the following morning I received a 3-star duty. Operators do not choose their assignments — timetables are handed out according to the running order, with the more demanding jobs usually buried somewhere in the middle or near the end of the stack.

My first duty was the special long-distance train X 10113 from Giesem-Taunusweg to Wellerswist, including an 11-minute stop at Weinheim (Bergstraße).

Things quickly became less straightforward once we hit the single-track section between Weinheim and Murrtal. Congestion built up there during the session, and by the time we finally reached our destination, the special train was running almost an hour late.

After a short lunch break, the afternoon session started at 2:00 pm, and this was where the real work began. My duty consisted of two local freight services: Ng 8443 and Ng 8444.

Ng 8443 started with seven wagons destined for customers in Rosental. At the same time, loaded wagons in Rosental had to be collected and assembled for later pickup by Ng 8444. The remaining eight wagons continued onward to customers at Etlingen, where additional loaded wagons were gathered and assembled for the return working.

The return train, Ng 8444, involved even more switching work. Three empty wagons were dropped off at Ballastwerk, while two loaded wagons were picked up there. During these moves, the entire branch between Etlingen and Rosental operated as a Sperrfahrt because the rest of the train had been left standing on the main line while wagons were worked into the Ballastwerk siding.

On the way back, the wagons previously assembled at Rosental were attached to the train before we finally continued onward to Hebstett.

What made the whole session much easier was the help I received from the owners of the Rosental, Ballastwerk, and Etlingen modules. Since I was unfamiliar with their track arrangements and customer locations, having local guidance during the shunting moves made a huge difference.

Here are some interesting modules from the meet.

For me, part of the enjoyment now is also taking on the challenge of the 3-star timetables. They are far more demanding than simply driving a train from one station to another, but that is exactly what makes them rewarding. Every meet forces you to think ahead, adapt to unfamiliar track arrangements, and work together with other operators under realistic operating conditions.

Attending various meets over the past year has also allowed me to build connections with modellers from different groups while learning how each group approaches realistic railway operation. Even when everyone models Bundesbahn Era IV, no two sessions ever feel quite the same. Every meet brings a different operating style, new ideas, and fresh experiences, and that variety is a big part of what makes being involved in FREMO so enjoyable.


DEUTSCHE VERSION

FREMO H0-RE Treffen Rodgau-Dudenhofen 2026: Diesmal ganz im Zeichen der Bundesbahn

Am Pfingstwochenende fand wieder das jährliche Treffen der H0-RE-Gruppe (Regelspur Europa) in Rodgau-Dudenhofen statt – gerade einmal etwa eine halbe Stunde von mir entfernt. Ich war bei der Betriebssession am Sonntag dabei, bei der der Großteil der Teilnehmer von den HEB Hobbyeisenbahnern 1983 e.V. kam, ergänzt durch einige einzelne H0-Modellbahner.

Was sofort auffiel, war das enorme Erfahrungsniveau der Gruppe. Der Detailgrad, die Authentizität und die Kreativität der Module waren durchgehend beeindruckend, aber noch wichtiger war der eigentliche Betrieb. Alles fühlte sich wie echter Bundesbahn-Verkehr der 1980er Jahre (Epoche IV) an. Man merkte sofort, dass hier Leute unterwegs waren, die Eisenbahnbetrieb wirklich verstehen und nicht einfach nur Züge im Kreis fahren lassen.

Ein Betriebskonzept, das mir bei H0-Treffen immer wieder begegnet, ist das Sternsystem bei den Fahrplänen – und in Rodgau wurde es genauso eingesetzt. Die Dienste sind von 1 Stern (einfach) bis 3 Sterne (anspruchsvoll) eingeteilt. Ein typischer 1-Stern-Dienst bedeutet meist, einen Personen- oder Triebwagenzug relativ unkompliziert von A nach B zu fahren, ohne größere Rangierarbeiten. Ein 3-Sterne-Dienst ist dagegen eine ganz andere Geschichte: Wagen zustellen und abholen, selbstständig rangieren und dabei ständig im Blick behalten, welche Züge gerade unterwegs sind oder gleich auftauchen. Die eigentliche Herausforderung liegt darin, unter Zeitdruck vorausdenken zu müssen.

Für die Nachmittagssession bekam ich zunächst einen 1-Stern-Fahrplan, am folgenden Vormittag dann einen 3-Sterne-Dienst. Interessant ist dabei, dass man sich die Dienste nicht aussucht. Die Fahrpläne werden einfach der Reihenfolge nach verteilt, wobei die anspruchsvolleren Umläufe meist irgendwo in der Mitte oder eher am Ende des Stapels liegen.

Mein erster Dienst war der Sonderzug X 10113 von Giesem-Taunusweg nach Wellerswist, inklusive eines elfminütigen Aufenthalts in Weinheim (Bergstraße).

Richtig interessant wurde es dann auf dem eingleisigen Abschnitt zwischen Weinheim und Murrtal. Dort staute sich der Betrieb im Laufe der Session zunehmend auf, und bis wir schließlich unser Ziel erreichten, hatte der Sonderzug fast eine Stunde Verspätung aufgebaut.

Nach einer kurzen Mittagspause begann um 14:00 Uhr die Nachmittagssession – und damit auch der deutlich arbeitsintensivere Teil des Tages. Mein Dienst bestand aus den beiden Nahgüterzügen Ng 8443 und Ng 8444.

Ng 8443 startete mit sieben Wagen für die Anschließer in Rosental. Gleichzeitig mussten dort bereits beladene Wagen abgeholt und für die spätere Rückleistung Ng 8444 zusammengestellt werden. Die restlichen acht Wagen gingen weiter nach Etlingen, wo weitere beladene Wagen gesammelt und ebenfalls für die Rückfahrt vorbereitet wurden.

Der Gegenzug Ng 8444 brachte dann noch deutlich mehr Rangierarbeit mit sich. Im Ballastwerk wurden drei leere Wagen zugestellt und zwei beladene Wagen abgeholt. Während dieser Arbeiten lief der gesamte Abschnitt zwischen Etlingen und Rosental als Sperrfahrt, da der restliche Zug während des Rangierens auf der Strecke stehen blieb, während die Wagen ins Ballastwerk gedrückt wurden.

Auf dem Rückweg wurden dann die zuvor in Rosental bereitgestellten Wagen wieder an den Zug angehängt, bevor es schließlich weiter nach Hebstett ging.

Deutlich einfacher wurde der ganze Dienst durch die Unterstützung der Besitzer der Module Rosental, Ballastwerk und Etlingen. Da ich deren Gleispläne und Anschließer noch nicht kannte, war die Hilfe vor Ort beim Rangieren extrem wertvoll.

Hier noch ein paar interessante Module vom Treffen.

Gerade die 3-Sterne-Fahrpläne machen für mich inzwischen einen großen Teil des Reizes aus. Sie sind deutlich anspruchsvoller, als einfach nur einen Zug von Bahnhof zu Bahnhof zu fahren – genau das macht sie aber auch so interessant. Bei jedem Treffen muss man vorausdenken, sich auf unbekannte Gleispläne einstellen und unter realistischen Betriebsbedingungen mit anderen Mitspielern zusammenarbeiten.

Durch die verschiedenen Treffen im letzten Jahr habe ich außerdem viele Kontakte zu Modellbahnern aus unterschiedlichen Gruppen geknüpft und gleichzeitig gesehen, wie unterschiedlich realistischer Betrieb umgesetzt werden kann. Selbst wenn alle Bundesbahn Epoche IV fahren, fühlt sich keine Session wie die andere an. Jedes Treffen hat seinen eigenen Betriebsstil, bringt neue Ideen mit und sorgt wieder für andere Erfahrungen – und genau diese Abwechslung macht FREMO für mich inzwischen so spannend.

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