H0-PuKo 2026 Meet in Otterbach: Being Part of FREMO

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What struck me most at Otterbach was just how far the H0-PuKo modellers have pushed the idea of realistic three-rail operation. I had met Frank Simon, Florian Altherr and Axel Heß from the former MIST-55 group at last year’s Spabrücken H0-RP25 meet, and this year they invited me to the H0-PuKo gathering in Otterbach near Kaiserslautern.

Although the event is not an official FREMO meet, many of the participants are FREMO members, and their modules follow a variation of the FREMO H0 standard while remaining switchable between 2-rail (DC) and 3-rail (AC) operation. That alone already says a great deal about where the group is heading.

Since its foundation more than 40 years ago, FREMO has focused on realistic modules and prototypical railway operations. Because of that philosophy, the centre-point contacts (Punktkontakte, or PuKo) developed and popularised by Märklin have traditionally never been accepted within the FREMO community. Quite simply, real railways do not have studs running between the rails.

What I saw in Otterbach, however, completely changed my perception of H0-PuKo modelling. These modellers are clearly striving for broader acceptance within FREMO in general, and particularly within the H0 group, by pushing realism far beyond the traditional Märklin approach.

The most obvious change is in the track itself. The PuKo modellers have moved away from Märklin K-track and now build their own track using Weinert sleepers — whether concrete, timber or even steel — together with Tillig code 83 and code 75 rail. The centre contacts come from etched contact strips developed by one of the members, Norbert Menger. Once everything is carefully ballasted, you barely notice the contact studs hidden between the sleepers.

Even more impressive is that many of the modules are fully DC-compatible through an AC/DC changeover switch. Operationally, that opens the door for these layouts to work alongside conventional FREMO-style two-rail modules while still supporting three-rail operation.

I spent two days with the group and thoroughly enjoyed photographing both the models and the operation. What made the visit especially interesting was seeing how, over the last four years, these modellers have steadily moved closer to FREMO practices and standards. That gradual development has now culminated in FREMO officially recognising their FREMO H0-PuKo 3.0 standard.

I hope this H0-PuKo group will encourage more Märklin modellers to adopt the FREMO H0-PuKo standard and discover the appeal of realistic railway operations. During the meet I spoke with three visiting Märklin modellers who were already expressing interest in building FREMO-compatible modules and taking part in future gatherings.


DEUTSCHE VERSION

H0-PuKo-Treffen 2026 in Otterbach: Teil der FREMO-Welt werden

Was mich in Otterbach am meisten beeindruckt hat, war, wie weit die H0-PuKo-Modellbahner die Idee eines realistischen Dreileiterbetriebs inzwischen vorangetrieben haben. Frank Simon, Florian Altherr und Axel Heß von der ehemaligen MIST-55-Gruppe hatte ich bereits beim H0-RP25-Treffen in Spabrücken im vergangenen Jahr kennengelernt. Dieses Jahr luden sie mich dann zum H0-PuKo-Treffen nach Otterbach bei Kaiserslautern ein.

Auch wenn das Treffen kein offizielles FREMO-Treffen ist, sind viele der Teilnehmer FREMO-Mitglieder. Ihre Module orientieren sich an einer Variante des FREMO-H0-Standards, bleiben aber gleichzeitig zwischen Zweileiter- (DC) und Dreileiterbetrieb (AC) umschaltbar. Allein das zeigt bereits sehr deutlich, wohin sich diese Gruppe entwickelt.

Seit seiner Gründung vor über 40 Jahren steht FREMO für realistische Module und vorbildgerechten Eisenbahnbetrieb. Aus genau diesem Grund wurden die von Märklin entwickelten und populär gemachten Punktkontakte — kurz PuKos — innerhalb der FREMO-Welt traditionell nie wirklich akzeptiert. Schließlich gibt es beim Vorbild keine Kontaktpunkte zwischen den Schienen.

Was ich in Otterbach gesehen habe, hat meine Sicht auf H0-PuKo jedoch grundlegend verändert. Die Modellbahner dort bemühen sich sichtbar darum, innerhalb der FREMO-Gemeinschaft — besonders in der H0-Gruppe — mehr Akzeptanz zu finden, indem sie den Realismus weit über den klassischen Märklin-Ansatz hinaus weiterentwickeln.

Am deutlichsten sieht man das beim Gleisbau. Die PuKo-Modellbahner haben sich längst vom Märklin-K-Gleis verabschiedet und bauen ihre Gleise heute selbst — mit Weinert-Schwellen aus Beton, Holz oder sogar Stahlprofilen sowie Tillig-Profilen in Code 83 und Code 75. Die Punktkontakte stammen aus geätzten Kontaktstreifen, die von einem der Mitglieder, Norbert Menger, entwickelt wurden. Nach dem Einschottern fallen die Kontakte zwischen den Schwellen kaum noch auf.

Noch beeindruckender ist allerdings, dass viele Module inzwischen vollständig DC-kompatibel sind und sich per AC/DC-Umschalter betreiben lassen. Betrieblich eröffnet das die Möglichkeit, gemeinsam mit klassischen FREMO-Zweileitermodulen eingesetzt zu werden und trotzdem Dreileiterbetrieb zu unterstützen.

Ich verbrachte zwei Tage mit der Gruppe und hatte große Freude daran, sowohl die Modelle als auch den Betrieb zu fotografieren. Besonders spannend war zu sehen, wie sich diese Modellbahner in den vergangenen vier Jahren Schritt für Schritt an FREMO-Praktiken und -Standards angenähert haben. Diese Entwicklung hat nun darin gemündet, dass ihr FREMO-H0-PuKo-3.0-Standard offiziell von FREMO anerkannt wurde.

Ich hoffe, dass diese H0-PuKo-Gruppe künftig noch mehr Märklin-Modellbahner dazu motivieren wird, den FREMO-H0-PuKo-Standard zu übernehmen und die Faszination vorbildgerechten Betriebs zu entdecken. Während des Treffens sprach ich mit drei Gastteilnehmern aus der Märklin-Szene, die bereits großes Interesse daran zeigten, eigene FREMO-kompatible Module zu bauen und künftig an weiteren Treffen teilzunehmen.

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