Summer is usually a relatively quiet period in the German model railroading scene. We call it the “Sommerloch” (summer gap), when many people head off on holiday. But not for FREMO members! Between June and August, you can find between 25 and 30 FREMO meets organised across Europe — often with participants from neighbouring countries. I was fortunate to attend an H0-scale meet in Spabrücken, Rhineland-Palatinate, on a Saturday.
Der Sommer ist in der deutschen Modellbahnszene normalerweise eine eher ruhige Zeit. Wir nennen sie das „Sommerloch“, wenn viele in den Urlaub fahren. Aber nicht für FREMO-Mitglieder! Zwischen Juni und August finden in ganz Europa 25 bis 30 FREMO-Treffen statt – oft auch mit Teilnehmern aus den Nachbarländern. Ich hatte das Glück, an einem H0-Treffen in Spabrücken in Rheinland-Pfalz an einem Samstag teilzunehmen.
As a FREMO member, you’re part of a 2,500+ strong family. You can register and participate in any meet, even if you already belong to a regular module group. For example, I’m affiliated with the regional group Rhein-Main N-RE, which I consider my “home” group.
Als FREMO-Mitglied ist man Teil einer Familie von über 2.500 Mitgliedern. Man kann sich zu jedem Treffen anmelden und teilnehmen, auch wenn man einer bestimmten Modulgruppe angehört. Ich selbst bin mit der Regionalgruppe Rhein-Main N-RE verbunden, die ich als meine „Heimatgruppe“ betrachte.
This particular meet followed an Epoch IIIa (around 1953) theme, featuring the Deutsche Bundesbahn main line between Bingerbrück-Rath and Walburg, with two branch lines: Walburg – Fladungen (Deutsche Bundesbahn) and Walburg – Grossalmerode West (Westfälische Eisenbahn).
Dieses Treffen stand unter dem Motto Epoche IIIa (ca. 1953) und zeigte die Deutsche Bundesbahn auf der Hauptstrecke zwischen Bingerbrück-Rath und Walburg mit zwei Nebenstrecken: Walburg – Fladungen (Deutsche Bundesbahn) und Walburg – Großalmerode West (Westfälische Eisenbahn).


What impressed me most was Walburg station, with its many tracks and bustling activity, as well as the 8% gradient between Bülthausen and Fladungen.
Am meisten beeindruckte mich der Bahnhof Walburg mit seinen vielen Gleisen und dem regen Betrieb – sowie die 8 % Steigung zwischen Bülthausen und Fladungen.

Bf Walburg

8% climb between Bülthausen and Fladungen
After doing a walk-around of the layout, I approached Erik Streda to ask if I could participate in the next session. He handed me my duty plan and paired me with Manja Balser. as my train conductor (Zugführer). Both of us had a relatively simple train timetable, but the responsibilities were clearly divided. This was my first time experiencing a two-person crew.
Nach einem Rundgang durch die Anlage sprach ich Erik Streda. an, ob ich an der nächsten Session teilnehmen könnte. Er übergab mir meinen Dienstplan und teilte mich Manja Balser als Zugführer zu. Beide hatten wir einen relativ einfachen Fahrplan, doch die Aufgaben waren klar verteilt. Es war das erste Mal, dass ich im Zweierteam fuhr.
Manja already knew that I had written the train driver manuals (Triebfahrzeugführer-Hefte), so we went through the checklist of duties together. This was the perfect opportunity for me to validate and test whether what I had written could actually be carried out by a beginner. So far, so good. Manja was very thorough and made sure I followed all the correct procedures. We checked every wagon number against the wagon cards and waybills, as well as the wagon groupings in the consist. I performed a short roll test to ensure all couplings were secured. Our train, Ng 8110, was ready to roll. Since we were early, we took a coffee break — a nice ice-breaker before our shift.
Manja wusste bereits, dass ich die Triebfahrzeugführer-Hefte geschrieben hatte, also gingen wir gemeinsam die Dienstliste durch. Für mich war das die perfekte Gelegenheit, zu prüfen, ob das, was ich geschrieben hatte, in der Praxis auch für Einsteiger funktioniert. Bis dahin lief alles gut. Manja war sehr genau und achtete darauf, dass ich alle Verfahren korrekt befolgte. Wir überprüften jede Wagennummer anhand der Wagenkarten und Frachtzettel sowie die Wagenreihenfolge im Zug. Ich machte einen kurzen Rolltest, um sicherzustellen, dass alle Kupplungen richtig saßen. Unser Zug Ng 8110 war abfahrbereit. Da wir etwas zu früh waren, machten wir eine Kaffeepause – ein netter Einstieg vor dem Dienst.


We reported back for duty and waited for the signal to depart. The yardmaster contacted the dispatcher (Fahrdienstleiter) at Mittelrot for permission to proceed. Once clearance was given, we started off — and immediately made our first mistake. The train driver can only depart after the conductor gives the green light, even if the signal shows “proceed” (auf Fahrt). The conductor is the boss of the train, not the driver!
Wir meldeten uns zum Dienst und warteten auf das Abfahrsignal. Der Rangierleiter rief den Fahrdienstleiter in Mittelrot an, um die Fahrterlaubnis einzuholen. Nach Freigabe ging es los – und schon machten wir unseren ersten Fehler. Der Lokführer darf erst abfahren, wenn der Zugführer das Signal zur Abfahrt gibt, selbst wenn das Hauptsignal bereits Fahrt zeigt. Der Zugführer ist der Chef des Zuges, nicht der Lokführer!
We arrived at Mittelrot station on time. As you can see from the timetable, there were plenty of shunting duties ahead. Manja switched roles from train conductor to shunting supervisor (Rangierleiter). The supervisor issues shunting orders to the driver — where to move, where to cut, and which wagons to group by destination. I had never experienced such a mix of excitement and pressure before! (PS: It had nothing to do with Manja! 😄) Since we were a two-person team, communication was essential. I can only imagine how challenging it would be for one person to do both jobs alone.
Wir kamen pünktlich im Bahnhof Mittelrot an. Ein Blick auf den Fahrplan zeigte: Es stand einiges an Rangierarbeit bevor. Manja wechselte seine Rolle vom Zugführer zum Rangierleiter. Der Rangierleiter gibt dem Lokführer Anweisungen, wohin rangiert werden soll, trennt die Wagen nach Zielbahnhof und sortiert die Wagenreihenfolge. Ich hatte noch nie diese Mischung aus Aufregung und Stress erlebt! (PS: Das lag natürlich nicht an Manja! 😄) Da wir ein Zweierteam waren, war Kommunikation das A und O. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie schwierig es wäre, das alles allein zu machen.
After finishing the shunting, it was time to deliver wagons to our customers. We had two customers at opposite ends of the station. The wagons bound for Kreidach required a special movement under protection (Sperrfahrt), meaning the line between Rath and Mittelrot was blocked for us while we worked at Kreidach. Manja held the interlocking key (Sperrschlüssel) to unlock the switch there, then restored it to the straight route before our return to Mittelrot.
Nach dem Rangieren mussten die Wagen an die Kunden zugestellt werden. Es gab zwei Anschließer an den Enden des Bahnhofs. Die Wagen für Kreidach erforderten eine Sperrfahrt, also wurde der Abschnitt zwischen Rath und Mittelrot für uns gesperrt, während wir in Kreidach arbeiteten. Manja führte den Sperrschlüssel, öffnete damit die Weiche in Kreidach und stellte sie nach getaner Arbeit wieder gerade, bevor wir nach Mittelrot zurückkehrten.

Next, we took another wagon group to Nordstern, picked up our next set of wagons, and returned to Mittelrot. Before departing for Walburg, we had to sort our wagons again — another hour of shunting (on the fast clock, of course). Once everything was ready, it was time to proceed.
Dann ging es weiter: Wir brachten eine weitere Wagengruppe nach Nordstern, nahmen dort neue Wagen auf und kehrten nach Mittelrot zurück. Vor der Weiterfahrt nach Walburg mussten wir den Zug erneut neu sortieren – noch einmal etwa eine Stunde Rangierarbeit (natürlich mit Schnellzeituhr). Dann hieß es: Abfahrt.
We received our green signal from the Mittelrot dispatcher. I asked my train conductor if I could depart — remembering my earlier mistake. He asked, “Are you sure you want to go?” The routes were set, the signal showed proceed… what could be wrong? “Ah!” I said. “The level crossing isn’t closed yet!” “Exactly,” said Manja. “You don’t want to commit murder in Mittelrot — like Murder on the Orient Express!” Gosh, Manja had planted a test to catch me off guard!
Wir erhielten das grüne Signal vom Fahrdienstleiter in Mittelrot. Ich fragte meinen Zugführer, ob ich abfahren dürfe – ich erinnerte mich an meinen ersten Fehler. Er fragte: „Bist du sicher, dass du wirklich losfahren willst?“ Die Fahrstraße war gestellt, das Signal zeigte Fahrt… Was konnte noch fehlen? „Ah! Der Bahnübergang ist noch offen!“ „Richtig!“, sagte Manja. „Du willst doch keinen Mord in Mittelrot begehen – wie Murder on the Orient Express!“ Oh Mann – Manja hatte mich mit voller Absicht auf die Probe gestellt!
We waited for the barrier to close completely, I got his green flag — and off we chugged toward Walburg.
Wir warteten, bis die Schranke vollständig geschlossen war, ich erhielt sein grünes Zeichen – und dann ging es mit Volldampf weiter Richtung Walburg.

As an important junction, Walburg station has many tracks. Two branch lines diverged from Walburg: one to Fladungen (Deutsche Bundesbahn) and another to Grossalmerode West (Westlippsche Eisenbahn).
Als wichtiger Knotenbahnhof verfügt Walburg über zahlreiche Gleise. Von hier zweigen zwei Nebenstrecken ab: eine nach Fladungen (Deutsche Bundesbahn) und eine nach Großalmerode West (Westfälische Eisenbahn).

Our duty ended there. After dropping off our consist, I took the loco to the engine shed and signed off.
Dort endete unser Dienst. Nach dem Abstellen unseres Zuges brachte ich die Lok ins Betriebswerk und meldete mich ab.
3.5 hours of duty and unforgettable lessons from a good and strict teacher — lessons I will cherish in my model railroading hobby. Afterward, I took a short break and reflected on my performance, comparing it with the list of duties in my train driver manual. We had done everything correctly. Some small adjustments will be made, and a few key lessons for beginner drivers will be added.
3,5 Stunden Dienst und unvergessliche Lektionen von einem guten und strengen Lehrer – eine Erfahrung, die ich in meinem Modellbahnhobby in Ehren halten werde. Nach dem Dienst machte ich eine kurze Pause und ging meine Aufgabenliste aus dem Lokführer-Handbuch noch einmal durch. Wir hatten alles erfüllt. Einige kleine Anpassungen werde ich vornehmen – aber auch ein paar wichtige Punkte für Einsteiger hinzufügen.
I also had a wonderful conversation with Thomas Woditsch about my manuals. He had read them and shared a few suggestions. Besides Manja and Thomas, several others also gave me a thumbs-up for writing them. I was delighted to hear that — and at the same time, grateful to Erik for the opportunity to visit their meet and learn from them. I spent the rest of the day watching how others operated their trains.
Außerdem hatte ich ein sehr schönes Gespräch mit Thomas Woditsch über meine Handbücher. Er hatte sie gelesen und mir einige Verbesserungsvorschläge gegeben. Neben Manja und Thomas haben mir auch andere Teilnehmer ein positives Feedback gegeben. Das hat mich sehr gefreut – und ich bin Erik dankbar für die Gelegenheit, an ihrem Treffen teilzunehmen und von ihnen zu lernen. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, anderen beim Fahren zuzusehen.
I came. I saw. I learned!
Ich kam. Ich sah. Ich lernte!


Nice report of your visit in Spabrücken. Hope to see you again in future!
kind regards
Thomas
Thanks Thomas. Nice to meet you too and hope to see you again, perhaps in Sontheim.
Best regards,
Jimmy